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  • Tomi Bruder

Think big

Heute beschäftigt mich erneut der Tourismus und dessen Situation in dieser Phase. In den westlichen Bundesländern in Österreich gibt es mittlerweile zahlreiche Hoteliers, die gegen die Regierung klagen wollen. Hintergrund ist das Jahrzehnte-alte Epidemiegesetz. Dieses besagt einen finanziellen Ausgleich, wenn der Betrieb aufgrund dieses Epidemiegesetz geschlossen werden muss. Natürlich hier zuerst der Gedanke: klar, total verständlich.

Andererseits schreit nun gerade diese Branche nach staatlichen Fördermittel, die die letzten Jahrzehnte am meisten gewachsen ist und profitiert hat vom den gesellschaftspolitischen Veränderungen der jüngeren Vergangenheit. Ein Wirtschaftsbereich, der niedrigste Löhne bezahlt, Mitarbeiterkosten u.a. durch Saisonverträge extrem niedrig hält, bekanntlich sehr gerne am Staat vorbei arbeitet und der in Größenwahnsinn-ähnlichen Verhältnissen immer mehr investiert hat, um Gewinne niedrige zu halten und somit die Steuerlast nach unten zu drücken...

Man könnte sicher noch weitere Argumente hier aufzählen. Das ist aber nicht mein Gedanke. Ich stelle mir nur die Frage, wo das alles hingehen soll. Der Coronavirus legt die ganze Welt lahm. Mittlerweile leben über 90% der Weltbevölkerung unter Ausgangssperren. Die Welt steht also still. Täglich werden neue Rettungsfonds/-pakete oder ähnliches geschnürt.

Ich frage mich einfach nur, wie soll das denn funktionieren? Und da ich selbst im Tourismus arbeite und nun wohl über Monate kaum Einkommen generieren werden könne - zumindest auf die herkömmliche Art, wird mir irgendwie mehr und mehr bewusst, was da so alles schief lief in den vergangenen Jahre und das wir nun vielleicht keine Rufe nach "Ich will mehr" brauchen. 'Think big' bekommt plötzlich eine ganz andere Bedeutung.

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